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BLIND - na und ......?! |
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Chronologie über die Aufnahme einer blinden Katze in einem „normalen“ Katzenhaushalt mit mehreren Katzen
Etwas nervös war ich schon als es sich herausstellte, dass die blinde Pepita als Pflegekatze zu mir kommen würde. Wie reagieren meine Katzen auf sie, wie findet sie sich zurecht, wie findet sie das Futter, das Clo, wie klettert sie auf einen Kratzbaum ? - alles Fragen die mich beschäftigten. Dann war der Tag da, am 21.12.04 reiste Pepita von Madrid nach Kloten. Bei der Autofahrt war sie erstaunlich ruhig, sie streckte einfach immer das Pfötchen durch die Gitterstäbe und wenn sie den Kontakt hatte war sie zufrieden.
Ich
liess Pepita die erste Nacht alleine im Zimmer und am Morgen sass sie
schon zufrieden auf dem Kratzbaum. Da ich an der Wand Bretter als eine Art
Rampe montiert habe konnte sie so problemlos wieder nach unten steigen.
Unterdessen knurrte sie uns Zweibeiner schon nicht mehr an. Die Katzen
welche ich nun einzeln ab und zu ins Zimmer liess oder welche vor der
Gittertür sassen natürlich schon noch. Was mich auch fasziniert hatte,
war das Verhalten meines Sphinxkaters Benny, er miaute immer leise beim
Betreten des Zimmers, so, als ob er sich ankündigen wollte. Nach drei Tagen kannte Pepita alle meine übrigen Katzen . Sie entwischte mir auch aus dem Zimmer und ging auf Wohnungserkundung, sehr selbstsicher und interessiert übrigens. Nun haben wir ja mit 140 Quadratmetern eine grosse Wohnfläche, doch nach 2 Tagen bewegte sich Pepita wie selbstverständlich durch die Wohnung. Wenn sie sich auf irgend eine Art und Weise unsicher fühlte, suchte sie von sich aus das Katzenzimmer auf. Unterdessen lebt sie seit einem Monat hier bei uns und sie bewegt sich sehr zielsicher durch die Wohnung. Sie erklimmt alle Kratzbäume, spielt und tobt mit den anderen Katzen herum und kommt angerannt wenn man sie ruft und es ist kaum zu glauben, dass Pepita blind ist. Klar, wenn eine Schranktüre offen ist oder ein Gegenstand irgendwo abgestellt wird, wo sonst keiner ist, da läuft sie schon mal rein. Aber nie in vollem Galopp. Bei den Spielsachen sind solche welche ein Geräusch verursachen (z.Bsp. mit Glöckchen) natürlich am interessantesten. Leider musste Pepita auch noch ein paar Tierarztbesuche über sich ergehen lassen. Sie hatte an den hinteren zwei Zitzen eine extreme Schwellung und auch die anderen Zitzen waren verhärtet. Dies war leider auf der Pflegestelle in Spanien nicht bemerkt worden und die zuständige Kontaktperson in Madrid erschrack als sie sie für den Flug abholte. Es folgte eine Biopsie beim Tierarzt in der Schweiz und Behandlung mit Antiobiotika. Am 28.12. dann endlich die Erleichterung, keine Krebs , kein Tumor! Jetzt musste man die Zitzen zum Abschwellen bringen um dann die Kastration machen zu können. Schlussendlich bekam Pepita eine spezielle Hormonbehandlung und konnte kastriert werden. Aber die Schwellung ist noch nicht ganz zurück gegangen und wir müssen nun noch weiter abwarten.
Nun hoffen wir, dass sie nicht noch eine Operation braucht. Im Moment bleibt Pepita bei uns, und wir denken, dass aus dem „Pflegeplatz“ nun ein neues Zuhause für Pepita geworden ist. Das Mädchen hat sich sehr eng an meine Kater angeschlossen und wir haben nach dieser langen Zeit, wo Pepita nun schon bei uns wohnt, auch erhebliche Bedenken, dass bei einer Umplatzierung für sie wieder gesundheitliche Probleme entstehen könnten. Wir
können jeden Tag sehen mit welcher Selbstverständlichkeit Pepita durch
die Welt marschiert. Es wäre schön wenn sich noch mehr Leute überwinden
und einem behinderten Tier ein neues Zuhause schenken würden.
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| Susanne vom Team Katzenportal und Schweiz. Tierhilfe Spanien | |||
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