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CHLAMYDIOSE ! ....... wie weiter? |
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Der
Befall mit Chlamydien,
einem relativ neu entdeckten Bakterium, das aber schon lange speziell
bei Katzen zu ernsthaften Schnupfenerkrankungen bis hin zu Pneumonie
(Lungenentzündung) führt und welches ernste Probleme auch für
Menschen verursachen kann, bereitet unseren Tierärzten seit einiger
Zeit grosse Sorgen. In den USA ist die Chlamydiose eine der gefürchtetsten
Seuchen in Katzenzuchten und weit mehr verbreitet als im Allgemeinen
zugegeben wird. In Ländern wo viele Katzen aus den USA importiert
werden, z.B.die Niederlande, Frankreich, Belgien, ist die Chlamydiose
durch Einschleppung ebenfalls bereits zu einem Problem geworden. Mit
zunehmender Tendenz sind nun auch die Schweiz und Deutschland von
Chlamydiose betroffen. Das Bakterium wurde relativ spät entdeckt,
weil es sich bei Chlamydia um einen im Labor ein schwierig zu züchtenden
Organismus handelt, der unter dem Mikroskop schwer zu entdecken ist. Die
Erkrankung betrifft bei Katzen speziell die Augen und die gesamten
Atemwege .Ein untrügliches Zeichen sind tränende, rot umrandete Augen
mit einem leicht „eitig“ aussehenden Sekret (gelblich, schleimig)
und öfteres Niesen. Chlamydien können zur totalen Verschleimung der
Atemwege führen (Rachenraum),sodass eine Nahrungsaufnahme kaum mehr möglich
ist, eine Lungenentzündung und Blindheit sind weitere Folgen einer
nicht behandelten Chlamydiose! Eine unbehandelte Chlamydiose kann überdies
langsam aber sicher das Immunsystem der betroffenen Katze ausser Gefecht
setzen und bis hin zum Tod führen. Bislang
galt als einzige erfolgreiche Behandlung eine Therapie mit
Doxycyclin,oder mit Vibramycin beides Medikamente der Stoffgruppe der
Tetracycline. Allein die Dauer der erfolgreichen Behandlung von
mindestens zwei bis vier Wochen erforderte viel Geduld von den Eignern
der betroffenen Tiere und eine nicht unerhebliche Belastung der Katze
mit Antibiotika. Das Schlimmste an diesen Therapien aber ist, dass die
Chlamydien nicht in jedem Fall ausgerottet sind, sondern sich nur
„stillhalten“, was äusserlich nicht erkennbar ist. Frühestens nach
6 und spätestens nach 12 Monaten kann in diesen Fällen eine
Chlamydiose erneut aufflammen!. Mit
Zithromax ist
nun ein neues, hochwirksames Antibiotikum, auf dem Markt das von der
Firma Pfizer in den USA für den Gebrauch in der Humanmedizin (beim
Menschen) entwickelt worden ist. Die
ausserordentlich gute Wirksamkeit von Zithromax bei Chlamydiose der
Katze hat Dr. David Richardson entdeckt, selbst Züchter von Ragdoll
Katzen. In den meisten Fällen von Chlamydiose bei der Katze genügt
eine einzige gewissenhaft durchgeführte Verabreichung des
Mittels um die Chlamydien für immer, respektive bis zu einer allenfalls
nächsten Ansteckung mit Chlamydia, loszuwerden. Die
Behandlung mit Zithromax sieht wie folgt aus: Eine 250mg Tablette wird
gevierteilt und dann ein Viertel der Tabette einer normalen 3 Kilo
schweren Katze verabreicht. Man kann auch 500mg Tabletten, in 8 Teile
geteilt, verwenden. Als ungefährer Richtwert für Katzen gilt eine Gabe
von 20mg pro kg. ACHTUNG:
Man sollte jede Katze, die man neu in eine bestehende Katzengruppe
einbringt, behandeln. Kitten können ab der 2. Lebenswoche mitbehandelt
werden, einer schwangeren Katze kann man, wenn man die Trächtigkeitsdauer
genau kennt, um den 58 Tag der Trächtigkeit herum eine einmalige Gabe
Zithromax verabreichen und vermeidet damit eine mögliche Uebertragung
einer nicht diagnostizierten Chlamydiose auf die Kittten, so die
Erfahrungen von Dr. Richardson Chlamydiose
ist auch eine Humanerkrankung, das heisst, wir selbst können genau so
betroffen sein, ohne Symptome zu zeigen. Bei einer sicher
diagnostizierten Chlamydiose unserer Katzen sollten auch wir
gleichzeitig eine Behandlung mit Tetracyklinen, Zithromax oder
Medikamenten der Stoffgruppe „Makrolide“ durchführen! Bleibt zu hoffen, dass das Chlamydia nicht so schnell Resistenzen bildet und das eigentlich für die Humanmedizin entwickelte Zithromax weiterhin so erfolgreich in seiner Anwendung bleibt! |