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Rund um die Katzentoilette |
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Die Katzentoilette ist wichtiger, als viele Katzenhalter glauben. Man muss sich einfach mal überlegen, ob man selber gerne auf ein verschmutztes, übelriechendes und enges WC geht – dann ist einem sofort klar, dass auch ein derartig auf Sauberkeit bedachtes Tier, wie gerade die Katze, auch gerne ein sauberes und hygienisches Katzenclo haben möchte…. Viele Katzenhalter sind sich nicht bewusst, dass viele Katzen interessanterweise ihre grossen und kleinen „Geschäftchen“ nicht gerne in der gleichen Toilette verrichten, manche Katzen bevorzugen, ihre Geschäfte zu „verteilen“, das heisst, die Wässerchen werden in einem Clo verrichtet, die grossen Geschäfte aber dann lieber in einem zweiten Clo. So kann es denn durchaus sein, dass Unsauberkeit bei einer alleine gehaltenen Katze einzig und alleine davon herrühren kann, dass der Katzenhalter für sie „nur“ ein einziges Clo bereit hält…… Wir empfehlen IMMER, zwei Katzentoiletten bereitzustellen, ob nun eine einzige Katze im Haushalt lebt, oder zwei, drei oder mehr Katzen, wobei bei einer grösseren Katzengruppe die „Faustregel“ gelten sollte, pro drei Katzen jeweilen ein Clo zu offerieren, wenn die Gruppe mehr als 10 Tiere umfasst, ist die Gruppe kleiner, gilt die Regel ein Clo pro 2 Katzen. Ein Katzenclo sollte immer möglichst gross sein, mit kleinen, engen Clos, wo sich die Katze kaum darin drehen kann, geschweige denn, wie sie es gerne mag, richtig graben und kratzen, führen unweigerlich früher oder später zur Unsauberkeit der Katze(n)! Von grosser Wichtigkeit ist es auch, ein offenes und ein „geschlossenes“ , d.h., gedecktes Clo mit Eingang vorne zu offerieren, wobei beim geschlossenen Clo das oftmals mitgelieferte „Katzentürchen“ weggenommen werden sollte. Manche Katzen sitzen lieber in eine offene Kiste, wo sie sehen können, was um sie herum vorgeht, manche Katzen bevorzugen ein gedecktes „stilles Oertchen“, wo sie in Ruhe ihre Geschäfte verrichten können. Wichtig ist auch die SAUBERKEIT des Katzenclos. Bei einer Katze dürfte es ausreichen, wenn man die beiden Katzentoiletten einmal im Tag ausfischt, d.h. reinigt. Sobald aber mehrere Katzen die gleichen Katzentoiletten aufsuchen, wird es nötig, zweimal oder gar mehrmals im Tag die Clos zu kontrollieren und auszufischen, damit die Katzen immer eine saubere Toilette vorfinden, wenn sie ihre Geschäfte verrichten möchten. Sind die Katzentoiletten sauber und angenehm riechend, werden auch die Katzen nicht unsauber. Bei Unsauberkeit bei Katzen gibt es immer eine Ursache, z.B. Krankheit, hormonell bedingte Probleme (Rolligkeit bei noch nicht kastrierten Tieren oder andere hormonelle Probleme, aber auch Frust. Wenn Sie als KatzenhalterIn zuwenig Zeit für Ihr Tier/Ihre Tiere aufwenden, kann es durchaus auch sein, dass Ihre Katze(n) unsauber wird/werden….. Bevor man aber zu rigorosen Strafen greift, sollte man dringend mit dem Tierarzt sprechen. Strafen helfen in den seltensten Fällen, dafür aber eventuell auch ein Gespräch mit dem Tierkommunikator/der Tierkommunikatorin oder mit dem Tierpsychologen/der Tierpsychologin. Unsauberkeit kann aber auch eine ganz banale Ursache haben: Der Katze/den Katzen passt die Katzenstreu nicht….. Katzenstreu ist nicht gleich Katzenstreu! Auf dem Tiermarkt und auch in den Einkaufszentren gibt es heute ein derartig grosses Angebot von Katzenstreusorten, dass es schwierig ist, hier die „richtige Wahl“ zu treffen – speziell auch, weil jeder Händler von seiner Streu behauptet, sie sei die „einzig gute Streu“ auf dem Markt. In den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts gab es nur Sägemehl oder Papierschnipsel für das Katzenclo einer im Haus gehaltenen Katze. Heute ist die grosse Auswahl fast eine „Qual“….. Wir haben weiter oben erläutert, dass jede Katze grundsätzlich gerne umgräbt, ihre Geschäfte zudeckt, „versenkt“ im Streu. Dies bedingt erstens, dass das Clo, wie bereits erwähnt, möglichst gross sein soll, und zweitens, dass der Katze eine Einstreu offeriert wird, in welcher sie richtig graben kann. Manche Katzen, speziell die mit empfindlichen Pfotenbällchen, bevorzugen eine relativ feine Streu. Hier gibt es auf dem Markt verschiedene Sorten, die meisten haben aber eines gemeinsam, sie stäuben relativ stark – dies ist übrigens eine Gegebenheit, die auch bei gröberen Billigstreus zu finden ist. Wer die feine Einstreu bevorzugt, wo man lange gut klumpende Exkremente herausfischen kann und nachfüllen, bevor man die Kiste ganz erneuert und auswäscht (was man unbedingt alle 4-6 Wochen auch aus Gründen der Hygiene tun sollte), wählt die etwas teureren Sorten, wie z.B. Extreme Classic, Eurolitter etc., die es in verschiedenen Grossmärkten, wie Qualipet oder Fressnapf gibt. Doch auch Migros und COOP, DENNER etc. haben eine sehr feine kompakte Katzenstreu im Angebot, die sich durchaus mit den obgenannten Sorten messen lässt. Der Nachteil dieser Streus ist überall das Gewicht, sämtliche Bentonit-Katzenstreus sind relativ gewichtig. Bei grösseren Katzengruppe ist eine klumpende Einstreu mehr zu empfehlen, als eine nicht klumpende, bei einer oder zwei Katzen im Haushalt kann auch ein nicht klumpender Streu gewählt werden, wobei hier das Invervall für die totale Katzentoilettenreinigung kürzer als 4 Wochen ist. Da hängt das Generalreinigungsintervall von der Qualität und der Geruchsbindung der Einstreu ab. Verbrauchte Katzenstreu muss IMMER mit dem normalen Hauskehricht und NIE IM CLO entsorgt werden! Die meisten Einstreus, speziell die feinen, sind heute aus Bentonit, einem ungiftigen Tonmaterial. Im Handel gibt es aber auch die sogenannten „Holzpellet-Streus“, das sind Katzenstreus, welche aus Holz hergestellt sind, die mehr oder weniger groben kleinen „Holzrugeli“ lösen sich auf und es entsteht dann eine Art „Sägemehl“, welche z.B. auch auf dem Kompost entsorgt werden kann – dies aber nur, falls sich kein Nachbar durch den allfälligen Katzengeruch gestört fühlt….. BIO ist nicht immer Bio und auch bei den „rein biologisch abbaubaren“ Katzenstreusorten ist immer daran zu denken, dass Katzenurin nun einmal lang anhaltend unangenehm riecht und bei wohnungsnahen Komposthaufen die Gerüche dann extrem störend sein können – ganz abgesehen davon, dass auch fremde Katzen sich hier durchaus „angezogen fühlen“ und sich dann auf dem Komposthaufen versäubern…. Letztendlich ist es für die meisten Katzenhalter auch hier am empfehlenswertesten, den Katzenabfall via Kehrichtverbrennung im normalen Haushaltabfall zu entsorgen. Die Holzstreu ist für die meisten Katzen sehr angenehm und es lässt sich auch in den kleinen Holzrugeli sehr schön umgraben, die Geschäftchen „versorgen“… (Noch) nicht im Tiergrosshandel, aber bereits in der Schweiz gibt es auch eine Einstreu, die aus dem Inneren des Maiskolbens hergestellt ist. Diese im Vergleich relativ teure, aber gut riechende Streu kann beim Importeur bestellt werden, der diese auch anliefert. Zurzeit ist der Importeur auch auf diversen Katzenausstellungen zu finden, wo er seine aus den USA importierten Produkte vorstellt. Diese Maiseinstreu ist zurzeit (fast) die Einzige, die sich bei einer kleineren Katzengruppe (2-3 Katzen) auch problemlos übers WC entsorgen lässt, da sich die im Katzenclo gebildeten Klumpen von Urin etc. im Wasser wieder vollständig auflösen. Der Maisstreu ist ausserdem sehr langlebig und der Importeur bietet dazu ein feines Pulver an, das von Zeit zu Zeit der Streu beigegeben wird, ebenfalls auf biologischer Basis, mit welchem Pulver sich rund 40% der Streu „einsparen“ lassen – hier ist kaum Geruchsbildung auch bei der benutzten Kiste. Es wird während 4-6 Wochen lediglich ausgefischt und nachgefüllt und erst dann wieder ganz neue Streu eingefüllt. Der effektiv einzige Nachteil bei dieser Streu ist, dass sie, weil sehr leicht, von den Katzen an den Pfötchen relativ weit „herumgetragen“ wird. D.h., der Staubsauger ist hier möglicherweise etwas mehr im Einsatz, als bei den anderen Streus. Bei Interesse an dieser Streu kann der Importeur beim Katzenportal angefragt werden. Last but not least wird auf dem Tiermarkt auch eine Katzenstreu aus Silikat angeboten, bei welcher man eine sehr grosse Streuersparnis haben soll. Der Slogan heisst: 1 Sack für 1 Katze reicht für 1 Monat. Und man muss hier nur die grossen Geschäfte ausfischen, der Urin bleibt in der Kiste bis diese neu gereinigt und gefüllt wird. Ich, die Schreiberin, wage es, hier zu behaupten, dass diese Streu für die Katzenhalter, nicht aber für die Katze erfunden wurde, denn die Katzen haben kaum die Möglichkeit, im Silikat umzugraben, da dieses nur gut bodendeckend eingefüllt wird. Sie können auch nicht, wie es in ihrer Natur liegt, ihre „Geschäfte“ zudecken – der Urin verschwindet sofort (wird sofort aufgesogen) und die Kegel bleiben obendrauf. Dies entspricht nicht der Natur der Katze, und es ist verständlich, wenn eine Katze hier unsauber wird. Ueberdies entwickelt das Silikat, wenn es mehr als 2 Wochen im Katzenclo liegt, einen penetranten Uringeruch und wird leicht gelblich, dies bevor der genannte Monat um ist. Ich habe Silikat selber bei meinen Katzen eingesetzt, einfach, um als Katzenhalter sämtliche erhältlichen Streus einmal ausprobiert zu haben. Nachdem ich eine grössere Katzengruppe halte, war der Uringeruch schon nach ein paar Tagen sehr penetrant, und, zu jener Zeit gab es lediglich das leicht kantige Silikat. Als sich dann einmal eine meiner Katzen in die Pfotenballen piekte und dabei blutete, war das Silikat ab sofort aus unserem Haushalt verschwunden. Wie bereits erwähnt, für den Katzenhalter ist Silikat enorm praktisch, dies aber lediglich bei 1 oder 2 Katzen, aber es erscheint uns nicht katzengerecht, wenn den Katzen das für sie wichtige Einscharren der Exkremente praktisch verunmöglicht ist. Generell ist hier vielleicht noch zu erwähnen, dass ein Katzenhalter IMMER Arbeit hat, aber er bekommt für seine Arbeit einen der wunderbarsten „Löhne“: Die ungeteilte, ehrliche und nicht berechnende Liebe und Zuneigung seiner vierbeinigen Freunde und – wer möchte DARAUF schon verzichten? CRU |